Anfänge der neuen Saison oder Zeit der Neujahrvorsätze bringen oft viele zurück ins Schwimmbad. Schwimmen ist als schonende fast für jeden passende Sportart betrachtet. Trotzdem gerade in diesem Zeitraum steigt die Anzahl der Menschen, die an Rücken-, Schulter- oder Nackenschmerzen im Bereich der Halswirbelsäule leiden.
Wie soll man also richtig schwimmen, damit das Wasser hilft und nicht schadet?
Schneller Rückgang zum Sport: der häufigste Fehler
Das größte Problem ist nicht das Schwimmen selbst, sondern die Art und Weise wie die Menschen damit anfangen. Nach Wochen oder Monaten mit minimaler Bewegung ist der Körper nicht auf plötzliche Erhöhung der Belastung vorbereitet.
Das typische Szenario:
● man sitzt den ganzen Tag im Büro
● intensives Training am Abend
● minimale Regeneration
● Wiederholung mehrmals in der Woche
Der Körper reagiert mit Überlastung, Erstarrung oder akutem Schmerz. Die Lösung ist nicht aufzuhören sondern schrittweise anzufangen.
Wann ist die beste Schwimmzeit für Schwimmen? Morgens oder Nachmittags? Das hängt von Ihrer täglichen Routine.
Aus der physiologischen Sicht ist der Körper vormittags gut auf koordinative und aerobe Belastung vorbereitet, während nachmittags es besser die Kraftarbeit erträgt. Für Hobbyschwimmer ist allerdings ein anderer Faktor wichtig – langfristige Anhaltendheit.
Die ideale Zeit für ein Training ist die Zeit, die ihr Stress nicht erhöht, passt in Ihre Arbeitsroutine und eine ausreichende Regeneration ermöglicht.
Schwimmen im Winter – Vorsicht auf Erkältung
Viele Schwimmer beschäftigen sich mit der Frage, ob der Übergang von warmem Schwimmbad in das kalte Winterwetter etwaige Rückenblokaden oder Muskelimmunität verursachen kann. Das Risiko ist eher die Erkältung des Organismus und nachfolgende Schwächung der Immunität. Die Erkrankung beeinflusst dann negativ die Regenerierung und Muskelgleichgewicht.
Nach dem Schwimmen ist es also wichtig sich gründlich abzutrocknen, sich adäquat dem Wetter anzuziehen, den Kopf zu schützen und den Körper nicht lange abkühlen zu lassen.
Die Technik ist wichtig, es ist aber nicht alles.
Für die übliche Population gilt einfaches Regel: regelmäßige Bewegung ist wichtiger als perfekte Technik. Wenn irgendjemand in der Freizeit für die Gesundheit und Kondition schwimmt, ist es besser mit kleinen technischen Mängeln schwimmen zu gehen, als gar nicht zu schwimmen. Die Technik ist in dem Moment entscheidend, wenn Sie lange Kilometer schwimmen und mit höher Intensität trainieren. In solchem Falle kann zu wiederholender Überlastung der Schultern oder Halswirbelsäule führen. Das typische Beispiel eines problematischen Schwimmstilles ist dauerhaftes Schwimmen mit dem Kopf über Wasser, das den Halsbereich belasten kann. Wenn Sie regelmäßig schwimmen und wenn Sie sich verbessern möchten, ein paar Lektionen mit dem Schwimmtrainer kann das Risiko von zukünftigen Beschwerden deutlich senken.
Auch professionelle Schwimmer haben manchmal Schmerzen beim Schwimmen, die werden aber nicht durch einen konkreten Faktor verursacht. Es geht oft um eine Kombination von hohem Trainingsvolumen, langen technischen Abweichungen beim Schwimmen und von nicht genügender Regenerierung. Bei Profisportlern ist die Verletzung meistens multifaktorial – entsteht schrittweise und von mehreren Ursachen gleichzeitig.
Das dürfen Sie nicht unterschätzen!
Das Schwimmen ist nicht nur im Wasser verbrachte Zeit. Die langfristige Gesundheit und Leistung steht auf folgenden Säulen:
Regeneration – Erholsamer Schlaf ist das Grundmittel für die Muskelerneuerung und das Nervensystem.
Ernährung – Der Körper braucht genug Energie und Baustoffen um die Adaption und Belastung zu schaffen.
Trockene Vorbereitung – Schwimmen, Stabilisationsübung und Kompensation haben direkte Übertragung ins Wasser. Starker und stabiler Körper bedeutet mehr effektive und mehr sichere Bewegung beim Schwimmen.
Tipps zum Schluss:
● Fangen Sie schrittweise an.
● Unterstützen Sie nicht die Regeneration.
● Schützen Sie im Winter den Körper vor Erkältung.
● Wenn Sie regelmäßig schwimmen, widmen Sie die Aufmerksamkeit der Technik.
● Machen Sie auch die Trockenübungen.
Das Schwimmen kann auch eine der gesundesten Sportarten sein. Der Schlüssel dazu ist eine vernünftige Einstellung und Respekt zu eigenem Körper.